Wer bis jetzt immer pünktlich bezahlt hat, tut das auch weiterhin.
Sicherlich bezahlen die meisten Kunden bei Ihnen alle Rechnungen mal mehr und mal weniger pünktlich. Jedoch, bei den meisten davon ausgehend, dass sie darauf bedacht sind ihre Rechnungen fristgerecht zu begleichen. Es macht also den Anschein, dass der Kunde seriös ist. Bin nun Folgeaufträge mit dem Kunden locken, sparen viele Unternehmen und unterlassen es eine Bonitätsauskunft zu holen.
Er wird die Rechnung schon bezahlen!
Bei solchen Kunden, die ihre Rechnungen bisher immer pünktlich bezahlt haben, wiegt man sich schnell in Sicherheit. Erst wenn die Rechnung gestellt wurde und auch einige Mahnungen erfolglos geblieben sind, wird einem bewusst, dass sich die Zahlungsfähigkeit des Kunden in der Zwischenzeit erheblich verschlechtert hat. Dann gehört man zu den glücklichen Unternehmen, wenn der Kunde die Rechnung nur mit grosser zeitlicher Verzögerung begleicht. Es kann auch weitaus schlechter ausfallen, wenn die Zahlung des Kunden ganz ausbleibt.
Bonitätsauskunft
Deshalb macht es auch bei Bestandskunden Sinn, bei grosseren Aufträgen regelmässig eine Bonitätsauskunft einzuholen. Ist diese ordnungsgemäss, so kann man den Vertrag abwickeln. Zeigt die Bonitätsauskunft jedoch, dass es Zweifel an der Liquidität der Firma gibt, dann sollte man sich Sicherheiten geben lassen oder gar ganz auf den Vertragsabschluss verzichten.
Anschlusskonkurse
Häufig ist es nicht der Kunde selbst, der seine Zahlungsunfähigkeit provoziert hat. Vielmehr kommt es bei einer schlechten wirtschaftlichen Lage vor, dass einer seiner Kunden ihn seinerseits mit der Zahlung von Rechnungen hängen lässt. Oder noch schlimmer: ein grosser Auftraggeber Konkurs anmeldet. Vor allen Dingen in der Baubranche und in der Automobilindustrie kommen solche Anschlusskonkurse häufig vor.
Fazit:
Auch bei bestehenden Kunden sollte man bei grösseren Aufträge Bonitätsauskünfte einholen, um die eigene Liquidität nicht zu gefährden.
