Die 20 schlimmsten Mythen über das Forderungsmanagement – Teil 1

offene rechnungenDie Inkassoabteilung unseres Anwaltsbüros erlebt es in letzter Zeit immer wieder, dass diverse Stammtischweisheiten, als Irrtümer in den Köpfen der Klienten herumschwirren. Teilweise kann man diese getrost vergessen, an anderen Stellen können solche Fehlinformationen jedoch dazu führen, dass eine Forderung fälschlicherweise nicht eingeholt wird.

Damit unsere Klienten selber Entscheidungen treffen können, wie sie weiter vorgehen möchten, müssen sie einige Grundlagen des Inkassos verstanden haben, deshalb werden wir in den nächsten Wochen die Reihe: „Die 20 schlimmsten Mythen im Forderungsmanagement“ veröffentlichen und so mit den bestehenden Missverständnissen aufzuräumen wollen.

Irrtum Nr. 1: Mahnung, Betreibung, Inkasso und Forderungsmanagement. Ist das alles das gleiche?

Solche Begriffe wie Mahnung, Betreibung, Forderung einholen, Inkasso werden häufig gleichgesetzt benutzt für den die Begrifflichkeit, dass Geld beim Kunden einzuholen.

 

Forderungsmanagement

Das Forderungsmanagement beginnt jedoch schon viel früher und zwar bei der Bonitätsprüfung. Wie liquid ist mein Kunde, welche Zahlungsmoral weist er auf? Welches Zahlungsziel gewähre ich ihm? Das sind Fragen, die man sich schon bei Vertragsabschluss stellen sollte.

Im zweiten Schritt besteht das Forderungsmanagement in einem konsequenten Mahnwesen. Denn auch hier gilt, auch wenn nur einzelne Kunden nicht zahlen, kann das dazu führen, dass ein Unternehmen in Schieflage gerät und dadurch die eigene Liquidität gefährdet ist. Deshalb sollten frühzeitig Mahnungen verschickt werden.

 

Inkasso

Die gösseren Unternehmen führen den Forderungseinzug selbst in eigenen Abteilungen durch. Wer diese Aufgabe deligieren möchte, der beauftrag ein Unternehmen, dass sich geschäftsmässig mit dem Einzug von Forderungen beschäftigt, umgangssprachlich wird dies als „Inkasso“ bezeichnet.

 

Betreibung

Zahlt der Kunde trotz mehrfacher Mahnungen nicht, so muss das Betreibungsverfahren eingeleitet werden. Durch Zustellung eines Zahlungsbefehls wird der Schuldner aufgefordert die offene Rechnung zu begleichen.

 

Fazit:

Das Forderungsmanagement umfasst alle Bereiche von der Prüfung der Liquidität des Kunden über die Mahnung bis hin zur Betreibung und die gerichtliche Forderungsbeitreibung. Ein effizientes Forderungsmanagement hat zum Ziel die Ausfälle eines Unternehmens so gering wie möglich zu halten und die eigene Liquidität des Unternehmens sicher zu stellen.

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2017-06-29T17:02:04+01:00 19. April 2016|Forderungsmanagement|

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